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ADAC_Fahrsicherheitstraining_Hannoverlife

Letztens habe ich beim ADAC Hannover ein Fahrsicherheitstraining für Junge Fahrer absolviert. Was ich dabei erlebte und gelernt habe würde ich euch gerne erzählen.

Los ging es um 8:45 Uhr. Nachdem ich die falsche Ausfahrt zum ADAC genommen habe und 5 Kilometer Landstraße ohne Wendemöglichkeit gefahren bin, bin ich noch gerade pünktlich angekommen. Die anderen 12 Teilnehmer, die auch alle ungefähr in meinem Alter waren, saßen mit dem “Coach” für diesen Tag schon in einem Raum und besprachen den Tag. Zuerst musste sich jeder vorstellen, was für ein Auto man fährt, was einem schon auf den Straßen passiert ist und was man am heutigen Tag gerne lernen würde. Danach hat jeder ein Walkie-Talkie bekommen, über das wir Anweisungen auf dem Platz bekommen werden. Dann ging los.

Jeder stieg in sein Auto und vor uns lagen insgesamt acht Module, die wir bis 16:45 Uhr (hört sich lange an, ging aber super schnell vorbei) absolvieren mussten. Zuerst sind wir einen Parcours (seht ihr im unteren Bild) gefahren und durften die Hindernisse in Form von Pylonen nicht umfahren. Dabei sollten wir ein Gefühl für unser Auto entwickeln, wie stark wir lenken müssen (das ist ja meistens gar nicht so viel) und wann wir und natürlich auch wie viel Gas man geben kann. Nach der kleinen “Aufwärm-Übung” wurde es im zweiten Modul schon ein wenig heikler.

Ganz viel Wasser und eine Vollbremsung bitte. Am Anfang kostete es ein wenig Überwindung mit voller Kraft auf einer nassen Fläche in die Bremse zu drücken. Mit einer Beschleunigung von 50 km/h hat es schon erstaunlich lange gedauert, bis das Auto zum Stehen gekommen ist.  Dabei wurden wir 12 Teilnehmer aufgeteilt: Einmal sind wir als Beifahrer in einem anderen Auto mitgefahren und dann ist jemand bei uns mitgefahren.

Vor jedem Modul haben wir uns immer in dem kleinen Häuschen getroffen (rechts im Bild) und besprochen worauf wir bei dem Modul achten sollen.

Am schwierigsten für mich war das Modul, wo wir über eine rutschige Oberfläche mit viel Wasser gefahren sind, aber sich der Untergrund ruckartig bewegt halt. Also kam man direkt ins schleudern und musste Gegenlenken. Ich habe mich eher ein paar mal gedreht, was im ersten Moment zwar lustig war aber im zweiten Moment hab ich gedacht “okay, wenn das im echten Leben passiert ist das nicht so cool”. Auch Bremswege haben wir geschätzt: Wir mussten einschätzen, wann das Auto unseres “Coaches” bei einer Beschleunigung von unter anderem 70 km/h bei einer Vollbremsung zum Stehen kommt. Viele haben falsch geschätzt.

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Nach vier Modulen (gegen 12 Uhr) gab es eine Mittagspause. Uns erwartete ein leckeres Buffet mit Salat, Kartoffelecken, Quark und Nachtisch.

Danach ging es weiter. Es kamen noch Übungen, wie im Kreis fahren und beschleunigen und Übungen mit rutschigem Untergrund, Gefahrenumgehung (wo Wasser-Fontainen plötzlich aus dem Boden geschossen sind und man sie mit dem Auto umgehen musste – bloß nicht mit offenem Fenster ausversehen in die Fontaine fahren). Als letzte Übung mussten wir den Parcours, den wir am Anfang gefahren sind, unter Zeitdruck nochmal fahren und  auch rückwärts einparken.

Generell bereiten die Module auf Gefahrensituationen im Straßenverkehr vor (Vollbremsung, rutschiger Untergrund, Stöße). Sich darauf in einem sicheren Rahmen vorzubereiten und diese zu üben ist wirklich sehr hilfreich und hat auch mir viel mehr Sicherheit während der Autofahrt gegeben. Nach dem sehr lehrreichen und warmen (Auto ohne Klimaanlage ist sehr gemütlich) Tag gab es nach einer kleinen Nachbesprechung mit der Gruppe für jeden von uns noch eine Urkunde.

 

*In Zusammenarbeit mit dem ADAC Hannover.

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